Clemensschwestern übernehmen im Dezember Internet-Fürbitten

In ihrer Hauskapelle beten Schwester Gebhardis Riesberg, Schwester Maria Schraknepper, Schwester Sigrid Vergeest und Schwester Susanne Kamperdick (von links) für die Anliegen der Menschen. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Mitten in der Stadt in einem gewöhnlichen Stadthaus, dem Haus Miriam, lebt Schwester Susanne Kamperdick gemeinsam mit drei Mitschwestern. Die Lage des kleinen Konvents – neben der Raphaelsklinik und dem Euthymia-Zentrum, im Rücken des Mutterhauses – ist für die vier Clemensschwestern ein Geschenk: „Wir wohnen einerseits für uns, in unserer kleinen Gemeinschaft, andererseits sind wir direkt angebunden an das Mutterhaus“, sagt Schwester Susanne, die für die Ausbildung im Orden zuständig ist.

Zum Tagesablauf der Ordensfrauen gehören regelmäßige Gebetszeiten sowie die gemeinsame Vesper in der Hauskapelle. Die Gemeinschaft betet dabei nicht nur in eigenen Anliegen. Auf dem Altar liegt ein Buch, in das sie Fürbitten schreiben, die Menschen an sie herangetragen haben. Im Gebet bringen sie diese vor Gott. Im Monat Dezember kommen weitere Anliegen hinzu: Dann übernehmen die Clemensschwestern die Klosterfürbitte des Internet-Seelsorge-Portals www.haus-der-seelsorge.de im Bistum Münster.

Mehr als 200 Jahre alt ist die Gemeinschaft mit dem offiziellen Namen „Barmherzige Schwestern von der allerseligsten Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria“. 1808 wurde sie von Clemens August Droste zu Vischering in Münster gegründet, seit der Übernahme der Krankenpflege im Clemenshospital 1820 werden die Ordensfrauen auch Clemensschwestern genannt. „Das Anliegen unseres Gründers war es, Gebet und Arbeit miteinander zu verbinden“, erklärt Schwester Susanne. Das Mutterhaus in Münster mit etwa 70 Schwestern ist der Hauptsitz der Gemeinschaft, zu der insgesamt 250 Schwestern gehören. „Wir leben nach der Spiritualität der Barmherzigkeit und setzen uns dort ein, wo Menschen in Not oder auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens sind“, sagt die 49-Jährige.

Bedeutete das damals überwiegend den Einsatz in der ambulanten Krankenpflege, sind die Clemensschwestern heute auch als Sozialarbeiterinnen im Einsatz sowie in der Krankenhausseelsorge, an der Pforte der Raphaelsklinik, in Hospizen, Altenheimen und Kirchengemeinden. Für Schwester Susanne passt diese Entwicklung zum Auftrag des Ordens: „Die Frage nach Gott beschäftigt viele Menschen. Wir sind mit ihnen unterwegs, auf der Suche nach Antworten.“

Aufgrund des hohen Durchschnittsalters von über 80 Jahren gehe es heute „mehr ums Sein, als ums Tun“, sagt die Ordensschwester. Vor knapp 20 Jahren errichtete der Orden die Maria-Alberti-Stiftung, die seitdem das Fortdauern der von den Clemensschwestern geschaffenen Einrichtungen sichert. „Unsere Aufgabe als Ordensschwestern ist es heute, die Menschen daran zu erinnern, dass Gott mit ihnen lebt und ihnen zu zeigen, dass es Menschen gibt, bei denen sie Gott erfahren können“, erklärt Schwester Susanne.

Sie selbst stärkt sich für diese Aufgabe – so wie viele ihrer Mitschwestern – am Grab der Seligen Schwester Euthymia, der wohl bekanntesten Clemensschwester. Bekannt wurde sie als Pflegerin von Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkriegs. Für die Clemensschwestern ist sie ein Vorbild: „Ihr liebevolles Handeln ist ein aktuelles Beispiel von Einsatz für Gerechtigkeit und Versöhnung in dieser Welt.“

Wer den Clemensschwestern im Dezember seine ganz persönliche Bitte anvertrauen möchte, kann das im Internet unter www.haus-der-seelsorge.de tun.

Weitere Infos über die Ordensgemeinschaft gibt es im Internet unter www.clemensschwestern.de.

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