Impuls von Felix

Vorname: Felix
Alter: 26

Nachfolge und Berufung - Was heißt das für Dich?
Jemand der sich berufen fühlt sein Leben Gott zu widmen, begibt sich auf einen radikalen Weg! Da sind zunächst viele Fragen, die einen bewegen: Unsicherheiten, Ängste, Hoffnungen und Wünsche. Es ist ein Prozess, auf den man sich immer wieder neu einlassen muss. Gott ruft nicht mit Blitz und Donner, sondern leise und liebevoll, geduldig und abwartend. Den Ruf Gottes im lauten Alltag zu hören und ihr nachzugehen ist eine Herausforderung. Bei der Entscheidung ist eine Sache gewiss: Gott ist immer da.

Nenne einen Heiligen oder Ordensgründer(-in), den Du besonders faszinierend findest.
Besonders angesprochen hat mich immer der Hl. Ignatius von Loyola. Mit seinen Exerzitien und seinem neuen Weg Ordensleben zu gestalten spricht er mich an. Sein Leben an der Entscheidung festzumachen: Gott die höchste Ehre zu geben und diesem Prinzip alles andere Unterzuordnen bietet viele Möglichkeiten Christ sein zu leben und gleichzeitig Gemeinschaft zu erleben.

Worin besteht Deiner Meinung nach der besondere Auftrag von Ordenschristen?
Ordensmenschen versuchen in ihren jeweiligen Gemeinschaften und ihrer Spiritualität dem urkirchlichen Vorbild der ersten Christen nachzugehen. Man ist gemeinsam auf dem Weg, teilt alles Lebensnotwendige und weiß sich durch die Gemeinschaft mitgenommen und getragen. Der Orden, die Gemeinschaft ist wie eine große Familie, in der jeder auf jeden achten muss und Verantwortung übernehmen muss, auch wenn es zu Streit und Auseinandersetzungen kommt. Das wichtigste Ziel ist den Glauben zu verkünden und sich einzusetzen für die, die am Rand stehen.

Was ermutigt Dich auf Deinem Weg als Christ?
Christ zu sein heißt für mich, dass ich Christ sein im Alltag lebe. Ich setzte mich ein für die Menschen am Rand, Flüchtlinge, Obdachlose usw. Das feiern der Liturgie ist für mich auch eine große Quelle in meinem Glauben. Aber was mich besonders wichtig ist auf meinem Weg Christ zu sein, ist die Zusage Gottes, dass er mit uns auf dem Weg ist.

"Ordensleben heute" - welche Ideen, Anregungen und Fragen hast Du an Ordensgemeinschaften?
Ich würde mir wünschen, dass Ordensleute nicht vergessen, dass Ordensleben immer eine Karriere nach Unten ist, nach Unten zu denen, die arm sind, im Gefängnis sitzen und von der Gesellschaft vergessen wurden. Dass Ordenschristen immer wieder bewusst machen, was ihr Weg ist, nämlich für eben diese Menschen einzutreten.

Was war Dein schönstes Erlebnis mit einer Ordensfrau/einem Ordensmann?
Mein schönstes Erlebnis war im Mai 2014 in der Jesuiten Kommunität in Bonn-Bad Godesberg. Wir saßen mit mehreren Leuten zusammen. Einer der Jesuiten hat von seinem Weg in den Orden erzählt. Mich hat dabei die Freiheit und Offenheit angesprochen und fasziniert mit der dieser Jesuit von seinem Weg erzählt hat. Dies hat mich ermutigt meiner eigenen Berufung weiter nachzugehen.

Deine guten Wünsche/Glückwünsche zum Jahr des Geweihten Lebens für die Ordenschristen:
Schön, dass es heute noch Menschen gibt, die sich einem Orden oder geistlichen Gemeinschaft anschließen. Bleiben Sie weiter auf diesem Weg der Nachfolge und seien Sie Zeugen der Botschaft Jesu.

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im Bistum Münster

Domplatz 27
48143 Münster
Telefon: 0251-495-284
ordensreferat@bistum-muenster.de
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