Maristen nehmen Fürbitten aus dem „Haus der Seelsorge“ in ihr Gebet auf

Frater Franz-Xaver Graf, Frater Winfried Schreieck und Frater Bernward Weber nehmen im Dezember die Fürbitten der Nutzer des Bistumsportals „Haus der Seelsorge“ in ihr Gebet auf. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Bereits vor eineinhalb Jahren haben Frater Winfried Schreieck, Frater Bernward Weber und Frater Franz-Xaver Graf die Fürbitten der Nutzer des Bistumsportals „Haus der Seelsorge“ in ihr Gebet aufgenommen. „Es ist uns eine Ehre, dies jetzt im Dezember wieder zu tun“, sagt Frater Winfried, Hausoberer der drei Maristen in Recklinghausen. Menschen, die zum Beispiel um ihre Familie oder ihre Gesundheit in Sorgen sind, würden sich ihrem Gebet anempfehlen. Und das nicht nur über das Internet. „Oft haben Menschen in unserer Kapelle an der Schule auch Bitten hinterlegt“, berichtet der 78-Jährige.

In der Spiritualität der Maristen spielt Maria, die Mutter Gottes, eine besondere Rolle. Und nicht nur in der geprägten Zeit auf das Weihnachtsfest hin. „In der Weise Marien“ – das ist neben Liebe zur Arbeit, Präsenz, Einfachheit und Familiensinn einer der fünf Werte des Ordens. „Das bedeutet für uns, immer wieder offen zu sein für die Anrufe, die von Gott kommen; auch wenn es unmöglich erscheint, sie anzunehmen“, erklärt Bruder Franz-Xaver, der als einziger der drei Brüder noch an der benachbarten Maristen-Realschule als Lehrer tätig ist. Die Ordensleute stellen Maria nicht auf ein Podest und vergöttern sie, sondern sie sehen sie als ihre gute Mutter, als natürliche Hilfsquelle, als Bindeglied zu Jesus. „Maria ist unsere erste Oberin, die nicht befiehlt, sondern auf die wir hören. Das hat bereits unser Ordensgründer Marzellin Champagnat betont“, erklärt Frater Winfried. Und Frater Franz-Xaver ergänzt: „Wenn wir heute auf Maria schauen, dann nicht auf eine Göttin, sondern auf eine gewöhnliche Frau, die für die Menschen zugänglich war. An den entscheidenden Punkten des Lebens von Jesus war sie immer da.“ Wie sie, wollen sich die Maristen nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern einfach nur da sein, zuhörend, offen und ehrlich.

Deshalb wünschten sie sich von der Institution Kirche auch, das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen abzuschaffen. „Unsere Kirche muss auch an der Spitze weiblicher werden“, fordert Frater Winfried und lobt die Initiative Maria 2.0, die sich für Veränderungen in der katholischen Kirche einsetzt. Frauen besäßen beispielsweise ein besseres Feingefühl für Menschen in Nöten.

In der Adventszeit nehmen die Maristen auch verstärkt Menschen in Not mit unterschiedlichen Angeboten in den Blick. „Für uns sind Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, nicht nur arme Menschen, sondern zum Beispiel auch Menschen, die psychisch erkrankt sind“, erklärt Frater Winfried. Die Ordensmänner spenden auch an den Missions- und Solidaritätsfond des Ordens, der verschiedene Projekte im Ausland unter anderem im Sudan, in Haiti oder Südafrika unterstützt. „Wir spenden selber und nehmen Spenden für die Projekte an. Unsere Schüler setzen sich mit Aktionen für Kinder in Afrika ein. Sie haben mit kleinen Diensten 8000 Euro zusammenbekommen“, berichtet Frater Franz-Xaver nicht ohne Stolz.

Das Haus der Seelsorge ist im Internet erreichbar unter www.haus-der-seelsorge.de.

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