Singen ist ihre Leidenschaft

Sie ist die Neue und verstärkt das Seelsorgeteam von St. Gudula seit dem 1. August: Schwester Jacinta Kitonyi. Für die aus Kenia stammende 36-jährige Ordensfrau von den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut ist es die erste Stelle als Pastoralreferentin nach Abschluss ihrer Ausbildung.

„Die Freude am Herrn ist meine Stärke“ – dieses Bibelwort ist so etwas wie Sr. Kitonyis Glaubens- und Lebensmotto. „Ich bin froh, dass ich Christin bin“, bekennt sie: „Mein Leben ist bestimmt von einer Hoffnung, die mich trägt – und viele andere Menschen auch.“ 

Ihre Augen blitzen vor Begeisterung und Energie, wenn Sr. Kitonyi erzählt: „Ich bin von Anfang an kirchlich sozialisiert.“ Als Achtjährige wurde sie getauft, ein Jahr später gefirmt. „Ich hatte Lust, voll in die Kirche einzusteigen“, erinnert sie sich, engagierte sich in ihrem ostafrikanischen Heimatdorf südlich vom Äquator in einer Gruppe, die sich um Arme, Kranke und Alte kümmerte und sang im Kirchenchor mit. Singen ist auch heute noch eine ihrer Leidenschaften.

Kurz nach dem Abitur, in dem Deutsch eines ihrer Prüfungsfächer war, nahm sie eine Einladung der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Nairobi zu einem mehrtägigen Glaubensworkshop an. Dabei sprang der Funke über und das große Mädchen konfrontierte die Familie damit, dass sie Ordensfrau werden wollte. Dabei hätten die Eltern sie – wie die sieben Geschwister – gerne zum Studium geschickt. Die Skepsis der Angehörigen bestärkte sie, sie trat ein und hat „es nie bereut“.

Nach der „gut behüteten Zeit“ des Noviziats, also der Ordensausbildung und nach der ersten Profess, also dem Ordensgelübde kamen die Neuen zunächst jeweils in eine andere Niederlassung der Ordensgemeinschaft, um sich einzugliedern und das eigenverantwortete Ordensleben einzuüben. Dazu war Sr. Kitonyi für ein halbes Jahr in Tansania.

Danach - im Juni 2005 - entsandte die Gemeinschaft sie für zwei Jahre zum Missionseinsatz nach Deutschland. Sprache, Land und Leute gefielen ihr, so dass sie sich entschied, zu bleiben. Für ein Jahr ging sie ins Studienkolleg in Mettingen, um für ihren Schulabschluss eine deutsche Anerkennung zu bekommen, um auch hier studieren zu können. In Mettingen freute sie sich besonders über den Geschichtsunterricht: „Da habe ich eine Basis gekriegt, um zu ahnen, wie die Deutschen ticken.“

Dann studierte sie in Münster Theologie und auch eine Zeit lang Germanistik, so dass sie heute ein sehr gutes Deusch spricht. Kurz vor dem Examen kam sie in Kontakt mit dem Bewerberkreis für Pastoralreferenten, absolvierte ein Pfarreipraktikum in St. Antonius Gronau und fand so zu dem Beruf, den sie nun ausüben wird.

In ihrer Ausbildungsgemeinde Dülmen Heilig Kreuz war sie seit 2015. Sie arbeitete dort im Religionsunterricht sowie in der Kommunion- und Firmvorbereitung und engagierte sich in der Flüchtlingsarbeit. Besonders gerne machte sie im Liturgieausschuss mit, wo es darum geht, einige Gottesdienste im Kirchenjahr zu gestalten.

Bei diesen Dingen möchte Schwester Kitonyi auch in Rhede mitwirken. Doch zunächst gilt es für sie, Stadt und Menschen kennen zu lernen. Das Seelsorgeteam hat sie herzlich empfangen. Sie war schon in allen Kirchen, hat einen Gottesdienst mitgefeiert und auch eine Beerdigung erlebt. Erste Kontakte sind geknüpft, weitere werden hinzu kommen.

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