Kapuzinergarten entwickelt sich zum „Paradies aus Menschenhand“

Sichtlich beeindruckt zeigte sich Dr. Stephan Holthoff-Pförtner (l.), Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen, als Bruder Bernd Beermann OFMCap, Guardian und Schatzmeister des Kapuzinerklosters Münster, ihm und weiteren Gästen den Zwischenstand der Neukonzeption des Kapuzinergartens präsentierte. © Bild: Bischöfliche Pressestelle/Moritz Mohring

„Ich glaube, sowas gibt es kein zweites Mal in Nordrhein-Westfahlen“, lobte Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), als er durch die aufwendig hergerichtete Gartenanlage des Kapuzinerklosters in Münster streifte.

 Er sei beeindruckt, wie alle Beteiligten an diesem Projekt zusammenarbeiteten. Begleitet wurde er unter anderem von Dr. Alfred Buß, Vorsitzender der Stiftung Umwelt und Entwicklung in NRW. Auch dieser zeigte sich angetan von dem, was Bruder Bernd Beermann OFMCap, Guardian und Schatzmeister des Klosters, beim Rundgang präsentierte.

Seit dem Frühjahr 2017 ist die Umgestaltung des 1,5 Hektar großen Klostergartens in vollem Gange und trägt in wahrsten Sinne des Wortes Früchte. Rund 200.000 Euro wurden in die Neukonzeption investiert – darin enthalten sind 159.000 Euro Fördergelder des Landes NRW. Im März 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein. Am Mittwoch zogen Holthoff-Pförtner und Buß und gemeinsam mit den Verantwortlichen eine Zwischenbilanz.

In einer Gesprächsrunde stellten Mitarbeiter der Naturschutzbundes (Nabu) NRW und des Nabu Stadtverbands Münster, sowie des Instituts für Theologische Zoologie (ITZ), das Gemeinschaftsprojekt vor. Für die Beteiligten liegen die vielen positiven Aspekte des Gartens auf der Hand: Naturschutz, Bildung in Sachen Umwelt, Integration und Spiritualität sind die vier Eigenschaften, die der Garten erfüllt.

Außerdem erfüllt der Garten auch ganz praktische Zwecke. So wachsen dort mehr als 200 verschiedene Gemüsesorten, die direkt in der Klosterküche verarbeitet werden.
 Als ein „Paradies aus Menschenhand“ bezeichnete Karin Rietman den Klostergarten der Kapuziner. „Der Erhalt biologischer Vielfalt ist ein großes Thema“, erklärte die Streuobstwiesen-Expertin des Nabu-Stadtverbands. Nicht nur werden in der Gartenanlage verschiedene Obstsorten angebaut, sie bietet gleichzeitig auch einen Lebensraum für viele Insekten- und Vogelarten.
 Die Verantwortlichen sehen auch in der Kinder- und Jugendarbeit große Chancen. Die Kinder sollen durch verschiedene Aktionen an die Natur herangeführt werden. Dazu gab es bereits zahlreiche Veranstaltungen. So baute man beispielweise mit Kommunionkindern Nistmöglichkeiten für Vögel und auch im Rahmen des Katholikentags gab es viele Angebote, die sich großer Beliebtheit erfreuten.

Täglich kümmern sich Mitarbeitende der Alexianer-Werkstätten um die Gartenpflege. Menschen mit psychischer Beeinträchtigung sowie Langzeitarbeitslose bekommen die Möglichkeit, einer kreativen beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Auch Gäste können regelmäßig im Kapuzinergarten am Rande der Münsteraner Innenstadt begrüßt werden. Wöchentlich finden zum Beispiel Führungen mit bis zu 20 Teilnehmenden statt. Pater Prof. Dr. Thomas Dienberg, Ausbildungsleiter der Deutschen Kapuzinerprovinz und Direktor des Iunctus, Kompetenzzentrums für christliche Spiritualität der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster, sieht den Klostergarten positiv: „Der Garten soll eine Inspirationsquelle und ein Ort der Gotteserfahrung sein. Und das ist er auch.“

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