Ordenschristen und bedürftige Menschen feiern gemeinsames Grillfest

Viele helfende Hände waren beim Grillfest gefragt.

Bratwurstduft, gelöstes Gelächter und gute Gespräche: Immer an Fronleichnam ist der Garten des Kapuzinerklosters in Münster Schauplatz eines ganz besonderen Grillfestes. Denn an diesem Tag laden alljährlich Ordenschristen aus der Stadt Bedürftige und Wohnungslose ein, mit ihnen den Tisch zu teilen. In diesem Jahr kamen rund 80 Gäste. Sie begingen gleichzeitig ein kleines Jubiläum: Seit 40 Jahren engagieren sich Münsteraner Ordensleute gemeinsam in einem Arbeitskreises für Menschen in Wohnungsnot. Deshalb waren unter den Gästen Frauen und Männer der ersten Stunde ebenso wie Vertreter der Stadt und des Bistums Münster wie etwa Weihbischof Dr. Stefan Zekorn und der emeritierte Weihbischof Friedrich Ostermann.

Im Arbeitskreis sind die Alexianer, Canisianer, Hiltruper Missionsschwestern, Mauritzer Franziskanerinnen, Vorsehungsschwestern, Clemensschwestern, Katharinenschwestern und die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel zusammengeschlossen. Gemeinsam koordinieren sie die klösterlichen Essensausgabestellen, pflegen Kontakte zu kirchlichen und kommunalen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, tauschen sich untereinander aus und veranstalten Feiern mit Wohnungslosen beispielsweise zu Advent und Fronleichnam.

Der Termin an dem letztgenannten Fest ist bewusst gewählt. Schließlich ist Fronleichnam für katholische Christen das Fest, bei dem Jesus in Gestalt des eucharistischen Brotes durch die Straßen geht, um Menschen an seinen Tisch zu holen. In diesem Sinne war es den Ordensleuten auch in diesem Jahr ein Anliegen, den Tisch so weit auszuziehen, dass allen ein Platz geboten werden kann.
Nach der Begrüßung der Gäste von Bruder Christoph Gerenkamp von den Canisianern sprach Pfarrer Richard Hilge, der vor ebenfalls 40 Jahren den „Offenen Treff“ für Arme und Obdachlose in der Epiphaniasgmeinde begründete, den geistlichen Impuls. Mit seinen Worten wies er darauf hin, dass man sich damals wie heute nicht mit jedem an einen Tisch setzt. Gesucht werde vielmehr der Tisch, an dem Menschen sitzen, die man kenne und für die man etwas übrig habe. Dagegen habe Jesus mit den Ausgegrenzten gegessen und getrunken, die am Rand der Gesellschaft leben. Wo das gelinge, werde damals wie heute Einsamkeit überwunden.

Dass am Tisch Jesu alle willkommen sind, wurde für die bunte Schar der Gäste an diesem Nachmittag erfahrbar, ebenso, dass dieser Tisch über den irdischen Tod hinausreicht. So erinnerte Weihbischof Dr. Stefan Zekorn an die kürzlich verstorbenen Schwestern Guntraud Bense, die beim Grillfest nie gefehlt habe und diesmal von Himmel her mitfeiere.

 

 

 

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