Vorsehungsschwestern übernehmen im März Klosterfürbitte

In den Hausgemeinschaften gibt es unter anderem Gesprächsangebote, die die Vorsehungsschwestern gern wahrnehmen

Vor einem "traurigen, weichlichen und andächtelnden Wesen" sollen sie sich hüten und sich statt dessen eines "heiteren, offenen und freudigen Gemüthes und eines unbefangenen Benehmens befleißigen": So sieht es die 1842 von ihrem Ordensgründer formulierte Urregel für die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung vor. Offen und gern übernehmen die Ordensfrauen aus dem Provinzhaus Friedrichsburg in Münster auch die Klosterfürbitte des Internet-Portals www.haus-der-seelsorge.de. Bitten, die Menschen dort eintragen, nehmen sie im Monat März ausdrücklich in ihr Gebet auf.

Die Offenheit war schon dem Münsteraner Theologen und Priester Eduard Michelis ein zentrales Anliegen, der den Orden 1842 gründete. Offen "für die Nöte der Zeit" sollten die Schwestern nach seinen Vorstellungen sein. 900 Schwestern weltweit setzen sich in diesem Sinne durch seelsorgliche und sozial-caritative Arbeit ein, neben Deutschland in den Niederlanden, in Brasilien, Bolivien, Paraguay, Indonesien, Malawi und Mosambik.

Im Provinzhaus leben in fünf kleineren Gemeinschaften und im großen Hauskonvent 76 Schwestern, die zwischen 60 und 95 Jahren alt sind. Zu ihnen gehören Schwester Regina Pacis Meyer, Schwester Virgo Stüper und Schwester Agatha Wilkes. Sie erzählen, dass in der Friedrichsburg jede Schwester nach Alter und Kräften Aufgaben übernimmt: vom Tischdienst über den Gästeempfang bis hin zur Hausleitung und -verwaltung. Viele Dienste nehmen die Schwestern aneinander wahr. Es gibt Schriftgesprächskreise und Gesprächsangebote in den Gruppen. Einige Schwestern sind beteiligt an Initiativen des Bistums, zum Beispiel an Domführungen, eine andere am Flüchtlingsdienst. Auch die vierköpfige Provinzleitung lebt und arbeitet im Provinzhaus Friedrichsburg.

So unterschiedlich ihre Tätigkeiten sind, so verbindet doch das Gebet alle Schwestern zu einer Gemeinschaft. "Das Stundengebet strukturiert unseren Tag", beschreibt Schwester Regina Pacis. Auch die Pflegebedürften und Kranken seien dankbar, sich hier einbringen zu können. Schwester Virgo ergänzt: "Der Wechsel zwischen gemeinsamen Gebeten und persönlichem Gebet ist uns sehr wichtig."

In beide Formen fließen die Anliegen aus www.haus-der-seelsorge.de ein, außerdem in die tägliche Heilige Messe. "Dazu legen wir die Bitten schriftlich aus", sagt Schwester Virgo. Sie und ihre Mitschwestern sind von der Wirkung des Betens überzeugt. Dass das besonders für fürbittendes Gebet gilt, weiß Schwester Virgo aus den 35 Jahren, die sie in Malawi arbeitete. "Da habe ich intensiv erfahren, wie das Gebet Anderer mich unterstützt", erinnert sie sich.

In diesem Sinne ermutigen die Ordensfrauen Menschen, ihnen ihre Anliegen anzuvertrauen – aber auch selbst zu beten. "Durch Beten wird kein Problem weggeschafft", meint Schwester Virgo, "aber man bekommt Kraft, die jeweilige Situation zu durchleben." "Man kann Belastendes abgeben und Schönes teilen", findet Schwester Agatha. Schwester Regina Pacis verweist auf die gute Erfahrung und das wertvolle Gefühl, "im Leben getragen zu sein. Ich kann und darf Gott bitten, mit Worten oder im Schweigen, und Er hört es." "Stress machen" solle man sich mit dem Beten nicht, findet Schwester Regina Pacis: "Im Gegenteil, auch das Ruhigwerden kann, ohne dass man es anstrebt, eine Wirkung des Betens sein", sagt sie. Wer nicht oder nicht mehr beten könne und es doch wolle, dem raten die Ordensfrauen, sich zunächst auf sich die eigenen, inneren Bedürfnisse zu besinnen und dann "zu Gott zu sprechen, in Ehrfurcht und Respekt."

Mit dem im Gebet gründenden Vertrauen schaut die Gemeinschaft zuversichtlich in die Zukunft, trotz zurückgehender Mitgliederzahlen. "Wir gehen weiter, wie die Zeit es erfordert", sagt Schwester Virgo. Schwester Agatha setzt hinzu: "Die Frauen und Männer, die mit uns zusammenarbeiten, sind mit unserer Spiritualität vertraut und werden unsere Aufgaben weiterführen." Im Sinne der Urregel: heiter, offen, freundlich, mit Gespür für die "Nöte der Zeit".

Weitere Informationen über die Schwestern von der Göttlichen Vorsehung – Deutsche Provinz gibt es im Internet unter www.vorsehungsschwestern-deutscheprovinz.dehttp://www.vorsehungsschwestern-deutscheprovinz.dehttp://www.vorsehungsschwestern-deutscheprovinz.dehttp://www.vorsehungsschwestern-deutscheprovinz.de.

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