Kurzinterview mit Pater Otto Nosbisch

Pater Otto Nosbisch

Gemeinschaft: Salesianer Don Boscos
Alter: 56
In der Gemeinschaft seit: 1977

Gebürtig in der Eifel machte P. Nosbisch zuerst eine Lehre bei der Post, bevor er entschied zu den Salesianern zu gehen. Nach der Priesterweihe 1991 wurde er Leiter der Offenen Tür in Köln-Mülheim. Neben unterschiedlichen Leitungsaufgaben ist er heute zuständig für die Berufungspastoral und Leiter der Jugendbildungsstätte in Calhorn.

Was heißt für Sie: "ich weihe mein Leben Gott"?
Es ist für mich zuerst eine Antwort der Liebe Gottes zu mir. Für ihn will ich in der Welt Zeichen und Botschafter seiner Liebe zu den Menschen, besonders den jungen, bedürftigen Menschen, sein. Mich ihm weihen heißt für mich, durch IHN den anderen zum Segen werden.

Was ist ihre größte Freude am geweihten Leben?
Das Wissen, immer in der liebenden Gegenwart Gottes zu leben und diese Liebe, dieses Beschenkt sein, diese Freude in vollem Maße an junge Menschen zu verschenken und sie so den Saum Jesu berühren lassen.

Was macht Ihnen Mut?
In der Gemeinschaft meiner Mitbrüder zu leben und unseren Dienst mit und am jungen Menschen im Geist Don Boscos zu leben. Es macht mir Mut, gemeinsam Zeugen unseres Glaubens für die Menschen zu sein.

Wovor haben Sie Angst?
Davor, dass wir als Kirche die "Ränder der Gesellschaft" aus dem Blick verlieren. Ich habe Angst vor Verbürgerlichung und davor, dass wir es verlieren, uns klein zu machen, demütig zu sein.

Welches Wort der Bibel ist Ihnen besonders wichtig?
Johannes 15, 5: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen".

Wen möchten Sie im Himmel auf jeden Fall treffen?
Da gibt es viele Menschen, an die ich bei dieser Frage denke. Wenn es für mich auch nahe liegt, so meine ich doch ehrlich, dass ich gerne Don Bosco treffen will.

Was würden Sie jungen Menschen von heute sagen?
Gestaltet euer Leben in der Verantwortung euch selbst, den Mitmenschen, der Schöpfung und Gott gegenüber. Diese Verantwortung soll orientiert sein an der Liebe, denn die Liebe achtet immer auf den Wert, den Respekt und die Würde des Menschen.

Warum ist es großartig, Christin/Christ zu sein?
In der Gemeinschaft aller Glaubenden zu leben und gemeinsam dem Evangelium ein frohes Gesicht in dieser Welt zu geben, bedeutet für mich Christsein und macht mir sehr viel Freude. Es ist großartig, als Christ Zeugnis von einem Leben spendenden Gott zu geben und im Namen Jesu Christi an einer gerechteren Welt mit zu wirken.

Welche Eigenschaften braucht man unbedingt als Ordensmann/Ordensfrau?
die Liebe zum Menschen,
Gottvertrauen und Hoffnung,
die Freude, in Gemeinschaft zu leben und mit ihr das Apostolat zu gestalten,
ein betender Mensch zu sein

Was möchten Sie in der Kirche ändern?
Ich würde mir wünschen, dass unser Dienst wieder intensiver die Not, die Sorge, das Leid von Menschen berührt und die Menschen durch die Kirche Barmherzigkeit erfahren.

Kontakt

Ordensreferat und Ordensrat
im Bistum Münster

Domplatz 27
48143 Münster
Telefon: 0251-495-284
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